Over and Out

Das sind sie also. Die letzten Tage als AuPair, die letzten Tage in New York, der Endspurt meiner Zeit in Amerika.
Ich weder wo ich anfangen, noch wo ich aufhören soll. Gefühlsmäßig ist es eine reine Achterbahn. Klar, ich freu mich SUPER auf zu Hause, meine Familie, meine Freunde. Auf der anderen Seite steht hier dieses zweite Leben, aufgebaut innerhalb eines Jahres und nun nicht mehr wegzudenken. Richtig realisiert habe ich auch noch nicht, dass es doch bald vorbei ist.

Es wird also langsam Zeit für einen kleinen Rückblick auf den Alltag der letzten Zeit. NYC lasse ich dabei in den Details aus – dazu kommt noch mal ein großer Artikel.

Mein Arbeitsplan hat sich – wie erwartet – nicht groß geändert. Auch wenn das Camp bereits wieder angefangen hat, ist er größtenteils gleich geblieben. Was geht also momentan in der Familie ab? Nun ja, die kleine Zählt seit fast drei Wochen die Tage bis ich in meinen Reisemonat fliege und wird jedes mal etwas trauriger – gleichzeitig freut sie sich sehr auf das neue AuPair und ich hoffe so bleibt es auch. Beide Kinder sind nur noch anhänglicher geworden und ich weiß, das der Abschied (zumindest für mich) sehr emotional werden wird. Jetzt wo mein Reisemonat geplant ist, wirkt einfach alles viel mehr wie ein „Ende“ und das ist schon ein wenig komisch. Aber gerade deshalb habe ich versucht aus den letzten Wochen und Tagen das beste herauszuholen.

Die Kinder und ich verbringen viel Zeit miteinander und Streit gibt es nur noch sehr selten, was wirklich angenehm ist. Momentane Lieblingsbeschäftigung? Danceparty am Morgen!
Diesen Donnerstag waren die Kleinen und ich bei Freunden zum BBQ eingeladen. Auch das hatte irgendwie Abschiedscharakter. Es waren nicht nur Freunde der Kinder, sondern auch die Gasteltern von Jaimey und jetzt Jenny, mit denen ich mich das ganze Jahr über super verstanden haben und die immer eine offene Tür für mich hatten. Es sind solche Momente die das Abschied nehmen noch schwerer machen. Man trifft Leute im Supermarkt, Eltern von anderen Kindern, die einem eine gute Reise wünschen und dir sagen, dass sie sich gefreut haben dich kennen lernen. Menschen, die sich bedanken, dass man dann und wann mal ihre Kinder mit beaufsichtigt hat.

Auch den letzten richtigen Arbeitstag habe ich letzten Endes hinter mich gebracht. Der Tag selber war prinzipiell mit den letzten Erledigungen vollbepackt: SIM Karte für den Reisemonat, packen, Bus Tickets drucken. Nach dem Camp Pick-Up habe ich die Kleinen auf ein Eis eingeladen und mein Gastvater hat uns spontan begleitet. Die Kinder haben sich dann gewünscht, dass ich sie abends ein letztes Mal ins Bett bringe und während die Eltern also ausgegangen sind, haben wir uns einen guten Abend gemacht. Angefangen mit Quesadilla Night, danach wurde sich fertig gemacht und wir haben noch ein wenig gesungen (ja so richtig mit Gitarre bei meinem Kurzen auf dem Bett 😀 ) und dann gab es noch Bücher. Es hat mich schon irgendwie sehr traurig gestimmt.

Heute war dann der letzte Tag. Zur Info: es ist 11 Uhr abends und ich sitze auf meinem Bett, zu aufgewühlt von allem um bereits zu schlafen.
Ich bin seit 6am auf den Beinen. Am Morgen habe ich mir Frühstück vorbereitet und habe mich dann auf den Weg gemacht um Lauren und Anna abzuholen. Zusammen sind wir mit dem Zug in die City gefahren um dort (für mich und Anna) ein letztes Mal in den Central Park zu gehen um zu essen. Irgendwie hat sich alles noch gar nicht richtig wie der Abschied angefühlt. Mehr so wie „Naja wie immer, bis bald New York.“. Ist aber eben nicht so und als wir uns dann in die U-Bahn gesetzt haben, kam doch ein wenig Trauer auf. Aber nicht für lange – denn wir waren auf dem Weg zum Baseball Spiel der Yankees. Meine Gastmutter hatte Freikarten über die Arbeit bekommen und sie mir und Freunden überlassen. Gemeinsam mit Lauren und Anna habe ich mich also im Stadion mit Jenny und Felix getroffen und wir haben gemeinsam versucht Baseball zu verstehen. Das hat mehr oder weniger geklappt und wir haben einen Großteil des Spiels verfolgt. Bis ganz zum Schluss sind wir jedoch nicht geblieben, damit alle pünktlich zu ihren Terminen für den 4th of July kamen.
Bei mir war dies BBQ mit meiner Gastfamilie, den Eltern meines Gastvaters und zwei befreundeten Nachbarsfamilien. Wir haben also gemütlich zusammen gegessen und ich habe mit den Kindern zusammen American Ninja Warrior geschaut. Danach habe ich dann dem Kleinen verfrüht sein Geburtstagsgeschenk gegeben und auch meiner Familie ein Geschenk (ein selbstgemachtes Fotobuch mit Kommentaren) überreicht. Und da fing dann der emotionale Part des Abends an.
Die Kinder und meine Gasteltern haben mir ebenfalls Karten überreicht und ich muss sagen, ich konnte mich echt zusammenreißen. Auch als meine Gastmutter zu weinen angefangen hat. Als dann aber mein Gastvater auch nicht mehr an sich halten konnte war es bei mir vorbei – denn damit hatte ich nicht gerechnet. Es gab also ein kleines emotionales Zusammenkommen, bevor es dann zum Wasser ging um das Feuerwerk anzuschauen. Es war wirklich schön und genau so wie ich es mir vorgestellt hatte.
Zum Abschluss des Tages habe ich dann noch die Kinder ins Bett gebracht und wir mussten uns verabschieden. Das war dann wirklich noch mal schlimm für mich. Aber ich weiß ja, dass ich nach dem Reisen noch mal wieder komme.

So und nun? Morgen früh werde ich um 5.15am abgeholt und zum Flughafen gebracht. Und dann geht es nach Seattle. Den Bericht über NYC muss ich leider auch auf nach meinen Reisemonat verschieben.

Bis dahin 🙂

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Ein letzter Roadtrip

Das war er also. Mein letzter Roadtrip bevor es in den Reisemonat und schlussendlich nach Hause geht. Am Freitag Abend um 10 ging es gen Niagara Fälle. Zusammen mit Sofie, Giorgia und Anna wurde die Nacht im Auto zum Tag gemacht. Wir wussten es würde ermüdend aber das war es wert.

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Die Fahrt war wirklich schön und entspannt. Wir hatten eine Strecke gewählt, die durch einige kleine Städte geführt hat und gegen 5.30am haben wir mitten auf einer Landstraße halt gemacht um ein paar Fotos zu machen 😀 Eine knappe Stunde später gab es dann ein RIESEN Frühstück im Diner bevor es weiter ging und wir um 9am an den Niagarafällen angekommen waren. Allesamt waren wir in erster Linie müde und ausgelaugt.
Irgendwie haben wir es dan aber geschafft uns im Auto fertig zu machen und mehr oder weniger frisch den Park zu betreten.

Was soll ich sagen? es war einfach wirklich eindrucksvoll! Die Fälle sehen wirklich super aus. Wir haben uns dann auch noch Tickets für eine Bootstour gekauft, die direkt an den Fällen entlang ging. Jeder hat einen Regenponcho bekommen, der bei den heißen Temperaturen einer Schwitzkammer glich, und dann ging es aufs Boot. Auch das war wirklich eine Ausgabe die sich gelohnt hatte – zum einen ist man den Fällen wirklich nahe gekommen, zum anderen hat das ganze Spritzwasser zumindest für eine Kleine Abkühlung gesorgt.
Das einzige was etwas enttäuschend war, war höchstens die Umgebung der Niagara Fälle. Das ganze Gebiet ist, sowohl auf amerikanischer als auch auf kanadischer Seite, direkt von Stadt umgeben. Wirklich Naturbelassen hat der Park daher leider nicht mehr gewirkt.

Nach erfolgreicher Bootstour ging es dann auf eine nahegelegene Wiese zum Ausruhen. Anna und ich sind auch direkt eingeschlafen und erst eine knappe Stunde später wieder unter die Lebenden zurückgekehrt. Das waren deutlich die Auswirkungen der Fahrt.

Gegen 1pm ging es auf die Suche nach etwas Essbarem – Burger und Pizza. Roadtrips sind nicht zwingend die gesündesten Reisen irgendwie 😀 Danach ging es dann noch auf Kaffeesuche, bis wir uns schließlich auf den Weg in unser Hostel gemacht haben. Die Einführung dort ging wirklich schnell. Da wir zu viert waren, haben wir sogar unser privates Zimmer bekommen – mit Bad und kleiner Küche. Angekommen ging es direkt wieder auf die Matratzen für eine Runde schlaf, damit der Abend angegangen werden konnte.
Nach knapp zwei Stunden Ruhepause haben Anna und ich uns dann auf den Weg zum nächsten Walgreens gemacht um dort Sauce für die mitgebrachten Nudeln und Cornflakes für das Frühstück zu besorgen. Gekocht wurde gemeinsam im Hostel bevor es Abends erneut zu den Fällen ging um diese beleuchtet zu sehen.

Auch das war wirklich eindrucksvoll und egal wie ermüdet wir alle waren – es war es wert!!

Am nächsten Morgen haben wir bereits um 9 das Hostel verlassen um die Heimreise anzutreten. Ich für meinen Teil habe meine Zeit entweder schlafend oder navigierend verbracht. Es gab ein paar Stops an Tankstellen und einem Subway. Aber erst gegen ende der Fahrt kam wieder mehr Stimmung auf und es wurde noch mal die Sing Along Musik aufgedreht, bevor wir gegen 6pm endlich todmüde zu Hause waren.

Die Niagara Fälle waren auf jeden Fall noch mal ein Highlight kurz bevor es nach Hause geht. Was kommt hier auf dem Blog nun als nächstes?
Nun ja, definitiv noch ein Beitrag zu meinen letzten Wochen hier, ein großer Beitrag über NYC und ja…Dann, womöglich wenn ich bereits wieder in Deutschland bin, ein Beitrag über meinen Reisemonat und den Rückflug.

Bis dahin 🙂

…und was sich geändert hat

Ein Jahr ist doch schon eine lange Zeit und jetzt nach 11 Monaten schaue ich auf meine „50 facts“ und mir fällt auf: es gibt einfach Dinge die sich auch hier geändert haben. Deshalb dachte ich es wäre ganz lustig mal eine Gegenüberstellung der Fakten zu machen und zu ergänzen was sich denn wirklich geheuert hat 😀

 

  1. Ich heiße Chiara. 
  2. Meine Eltern nennen mich schon immer Kaline.
  3. Dank einiger Freunde reagiere ich auch auf „Kyria“ .
    Meine Hostkids haben mich umbenannt und ich höre jetzt neben Chiara auch auf „KIPI“ – ist glaube ich auch mein momentaner Lieblingsname 😀
  4. Bisher war ich noch nicht in den USA.
    18 US – Staaten bereist bisher – kann nicht klagen.
  5. Mein Geburtstag ist der 26. September.
  6. Ich wohne in Iserlohn – klein aber fein..meistens.
  7. Ich bin (LEIDER) Einzelkind.
  8. Ich habe italienische Wurzeln, aber leider hat mir niemand aus meiner Familie die Sprache beigebracht.
  9. Ich spreche Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.
    Ich kann jetzt ein paar schwedische Sachen sagen – die meisten aber nicht Jugendfrei 😀
  10. Ich habe ein Kaninchen, das Snoopy heißt.
  11. Meine zwei besten Freundinnen kenne ich schon seit der Spielgruppe ❤
  12. Ich bin ziemlich klein – 160cm
  13. Ich liebe Kaffee.
    Ich mag mittlerweile sogar Tee.
  14. Ich habe mein Abitur und später will ich Jura studieren.
    Größte Änderung: Jura ist abgehakt – es geht in die Medienwissenschaften. Das hat sich vor ein paar Wochen herauskristallisiert. Ich sehe mich einfach nicht als Juristin in der Zukunft. 
  15. Meine Freunde sind mir wahnsinnig wichtig! Sie sind immer für mich da und ich wüsste nicht was ich ohne sie machen würde: DANKE :*
  16. Nur meine Familie ist mir wichtiger!
    Jetzt auch noch eine zweite Familie 🙂
  17. Musik ist mein absolut größtes Hobby – ich singe, spiele Gitarre und ein wenig Klavier.
  18. 8 Jahre lang bin ich geritten.
  19. Ich habe meinen Wind-Surf-Schein auf Fehmarn gemacht.
  20. Ich spiele gern Volleyball und gehe ins Fitnessstudio.
  21. Außerdem lese ich ziemlich gern.
  22. Wir haben einen Wohnwagen an der Ruhr stehen. Da verbringe ich ziemlich viel Zeit.
  23. Ansonsten zelte ich auch gern mit Freunden.
  24. Ich bin seit über drei Jahren überzeugte Vegetarierin.
    Fast vier 🙂
  25. Ich bin Nichtraucherin.
  26. Ich bin Mitglied im CVJM und hab da viele liebe Menschen kennengelernt  🙂
  27. Ich segle sehr gerne.
  28. Ich bin ziemlich gläubig.
    Dieses Jahr habe ich auch den jüdischen Glauben näher kennengelernt.
  29. Ich bin immer schon großer Fußball-Fan gewesen.
  30. Ich hasse jegliche Form von Streit.
  31. Berlin ist meine absolute Lieblingsstadt. Ich liebe so gut wie alles dort und hoffe, dass ich irgendwann dort wohnen werde.
    AUSTIN über alles! Ich habe mich in diese Stadt verliebt und wenn ich jemals in die Staaten ziehe, dann dort hin. In Deutschland bleibt Berlin allerdings meine liebste Stadt.
  32. Autofahren macht mir super viel Spaß!
  33. Es gibt drei Autos die später mal in meinen Fuhrpark sollen: Chevrolet Silverado, Ford F350, Dodge Ram 2500 – man darf ja träumen 😀
  34. Nach dem AuPair Jahr möchte ich unbedingt meinen Motorrad-Führerschein machen.
  35. Generell habe ich einen sehr vielfältigen Musikgeschmack.
    Meistens läuft Country oder Classic Rock im Radio. Höre aber immer noch anderen Dinge 😀
  36. Mein iPod kommt überall mit hin – quasi Dauerbeschallung.
  37. Was Filme angeht bin ich ein absoluter Harry Potter und Avengers Fan.
    Hier drüben habe ich überwiegend Serien geschaut. Favoriten? Supernatural und Game of Thrones.
  38. Stephen Hawking und Dwayne Johnson gehören zu den Menschen, die mich inspirieren.
  39. Später hätte ich gern eine eigene Familie und (mindestens) einen Hund.
  40. Ich gehe sehr gern ins Theater.
  41. Ich versuche immer allen zu helfen sofern ich kann.
  42. Ich versuche in jedem Menschen etwas gutes zu sehen.
  43. Ich sage immer offen meine Meinung – auch wenn sie nicht jedem passt.
  44. Ich behaupte, dass es nichts gibt worüber man nicht reden könnte.
  45. Meine Eltern sind meine größte Vorbilder – ich glaube das habe ich ihnen bisher zu selten gesagt 😀
  46. Manchmal bin ich extrem selbstkritisch.
  47. Mittlerweile bin ich zur Hobbyköchin mutiert.
  48. Ich mag es, neue Kulturen kennen zu lernen.
  49. Irgendwann will ich mal über mich sagen können, dass ich die ganze Welt bereist habe.
  50. Ich bin Optimistin – mein Glas ist generell immer halbvoll 🙂

 

 

Mit der Travel Class das Land verlassen

Jedes AuPair muss innerhalb des Jahres sechs Credits am College sammeln. So also auch ich. Nachdem meine erste Class, eine Weekend-Class, mehr etwas von einem Reinfall hatte, sah meine Travel Class doch vielversprechender aus. Somit ging es also Anfang Mai für ein Wochenende nach Kanada. Genauer nach Montreal in der Provinz Quebec.

Mit mir waren auf dem Trip auch noch Sofie, Natalia und Giorgia. Unser Bus fuhr Freitag morgens um etwa 9am los. Wir waren allesamt noch recht müde und haben bis zum ersten Stop geschlafen. Dann ging es zum Lunch in eine Mall und dann weiter zur Grenze. Als Europäer waren wir es alle vier nicht wirklich gewohnt an der Grenze kontrolliert zu werden. Man kennt das ja – von Deutschland mal nach Holland? Nach Dänemark? In die Schweiz? Einfach fahren.
Hier drüben? Aus dem Bus aussteigen, in einer langen Schlange warten und schön einzeln nach Pass und Visum gefragt werden. Das hat dann auch seine Zeit gedauert.

Aber dann waren wir endlich in Kanada. Und erneut wurde der Rest der Fahrt mit schlafen verbracht. Im Hotel angekommen ging es dann zunächst auf die Zimmer. Dort haben wir uns dann fertig gemacht um im Anschluss in einem kleinen Diner eine Spezialität Montreals zu probieren – Poutine. Pommes mit einer BBQ Sauce und Käse. Super lecker und schätzungsweise super ungesund…never mind. Danach ging es dann in einen Pub. Das erste mal in zehn Monaten hatte ich mich legal in eine Bar gesetzt und ein Bier bestellt. Wurde ja auch Zeit 😀 Wir waren also ein wenig feiern und sind gegen 1am zurück im Hotel gewesen.

 

Der nächste Morgen ging für mich ohne Frühstück los – wer mich kennt weiß, dass das eine Katastrophe ist. Aber der Regen und der nicht vorhandene Regenschirm haben mich überzeugt gehab. Mit dem Bus und ein wenig zu Fuß ging es dann Montreal besichtigen und an dieser Stelle lasse ich lieber Bilder sprechen:

 

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Am schönsten fand ich persönlich die Notre Dame.

Generell ist Montreal aber eine schöne Stadt – gerade für Leute die seit fast einem Jahr keine Straßencafes mehr gesehen haben, da das scheinbar eine ziemlich europäische Sache ist 😀
Das Wetter hatte sich im Laufe des Tages auch verbessert und somit konnten wir uns in Ruhe die Altstadt genauer anschauen, die mir persönlich auch besser gefallen hat als die Innenstadt.

Abends ging es zusammen Pizza Essen und danach erstmal ein wenig ausruhen, bevor es am Abend ein (deutsches) Bier gab und wir erneut feiern gegangen sind. Auch wenn ich normal nicht der Mensch bin der viel in Clubs geht, war es doch mal wieder eine schöne Abwechslung.

Sonntags ging es dann zurück. Jetzt steht lediglich noch ein Wochenendtrip and und dann kommt in dreieinhalb Wochen schon mein Reisemonat. In den nächsten Tagen werde ich dann auch noch einen Blogpost zu meinem Alltag in den letzten Wochen schreiben und vielleicht auch noch einen gesonderten Beitrag über meine Eindrücke von NYC 🙂

April in Austin

Es hat jetzt doch wieder lange genug gedauert, aber hier ist endlich der Artikel zu meinem Trip nach Austin, TX. Los ging es für mich am 11. April. Von Mamaroneck aus habe ich den Zug in die City genommen um von dort einen Zug zum Flughafen zu nehmen. An dieser Stelle ist zu sagen: so toll New York City auch sein mag, wenn man lediglich vom Grand Central Terminal zur Penn Station laufen will um seinen Anschlusszug zu erwischen, ist die Stadt nur nervig 😀
Es ging dann aber alles ohne Probleme und ich habe pünktlich meinen ersten Flug erwischen können. Geplant war ein Flug von New York nach Houston und von dort nach Austin. Am Ende sollte ich um etwa 8.30pm dort ankommen. Mein Couchsurf host Kellan hatte bereits gesagt er würde mich am Flughafen abholen kommen. Aber erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt, oder wie war das? Der erste Flug verlief komplett nach plan. In Houston war dann ein Overlay von knapp 1 1/2 Stunden geplant. Das war bevor der Flug auf 9pm (!!!) verschoben wurde. Das war dann auch der Moment, in dem ich von den Problemen erfahren habe, die es bei reisen mit United Airlines gab…und der Moment in dem ich erfahren habe, dass auch mein United Flug überfüllt war 😀
Ich bin dann aber trotzdem ohne (weitere) Probleme in Austin angekommen und obwohl ich letzten Endes erst gegen 10.30pm dort war, hat Kellan mich am Flughafen abgeholt.

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Erneut kann ich nur sagen, dass couchsurfing wirklich eine der besten Wege ist um zu reisen. Mein Host war von Beginn an super nett. Wir sind als erstes zu einem Supermarkt gefahren damit ich mir etwas zu essen besorgen konnte. Danach ging es dann zu ihm nach Hause, wo ich auch seinen (definitiv unwiderstehlich niedlichen) Hund June kennengelernt habe. Nachdem ich eine kleine Wohnungstour bekommen habe (prinzipiell einmal im Kreis gedreht und alles gesehen 😀 ) haben wir es uns dann mit einem Bierchen gemütlich gemacht und noch eine kleine Jam Session eingelegt, bevor es dann gegen 12.30am schlafen ging.

Am nächsten Morgen habe ich es entspannt angehen lassen. Kellan war früh los zur Arbeit und ich habe bis etwa 11am im Apartment abgehangen, gegessen und mich fertig gemacht. Dann ging es los Richtung Downtown. Es war etwa eine halbe Stunde zu Fuß, also nicht zu weit. Außerdem hat der Weg direkt über den Universitäts Campus geführt, der zugegebener Maßen wirklich schön war. Bevor es dann in die Stadt selber ging, habe ich mir das Texas State Capitol angesehen. DSC_0131Sah jetzt irgendwie wie die meisten Capitols aus die ich bisher gesehen habe, was es aber nicht weniger interessant gemacht hat. Danach ging es dann in die Stadt, Kaffee trinken und die Straßen erkundigen.
Austin ist wirklich super schön und ich denke, wenn ich mal in die Staaten ziehe dann werde ich dort landen. Als ich mir Downtown etwas genauer angesehen hatte ging es dann in den Zilker Park, direkt am See. Auch dieser Teil der Stadt ist wirklich schön und die Tatsache, dass direkt an Downtown ein wirklich schönes Naturgebiet grenzt lässt die Stadt gleich gemütlicher wirken. Ich habe mir also Zeit gelassen dort spazieren zu gehen und bin dann nach einer großen Runde gemütlich zurück spaziert. Da das Wetter (entgegen der Vorhersage) super war, habe ich mir dann im Apartment June geschnappt und mit ihr noch eine kleine Runde um den Block gedreht bevor ich mich mit Dinner auf die Couch gesetzt habe und einen kleinen Filmabend gestartet habe. DSC_0133Mein host war an diesem Abend aus und ich habe den ersten Film allein Geschaut und den nächsten angefangen. Der zweite Film meiner Wahl war dann „The Shining“…weil: ist ja ein Klassiker, muss man gesehen haben…aber nicht alleine! 😀 Als Kellan nach hause kam, saß ich irgendwo in der letzten Ecke der Couch und wurde herrlich ausgelacht bevor mir dann für den Rest des Filmes Gesellschaft geleistet wurde.

Für den nächsten Tag hatte ich mir dann vorgenommen Mount Bonnell zu besichtigen. Dieser liegt in einer der reichsten Nachbarschaften Austins, etwa 1 Stunde zu Fuß von meiner Unterkunft entfernt. Geizig und arm wie ich bin, bin ich natürlich gelaufen..und habe Meine Wasserflasche vergessen. Blöde Idee. DSC_0146Der Aufstieg hatte sich wirklich gelohnt und die Aussicht war wirklich Atemberaubend. Aber (Achtung, schlechter Wortwitz) meines Atems war ich wirklich beraubt. Das endete dann darin, dass ich eine Gruppe Rentner gefragt habe ob sie zufällig Richtung Downtown unterwegs waren und mich vielleicht mitnehmen könnten. Glücklicherweise war das überhaupt kein Problem und knapp 20 Minuten später saß ich im nächsten Starbucks und habe den Wasserhaushalt wieder aufgefüllt. Danach ging es dann zum Lunch zu einem der besten Tacoläden in Austin. Wenn die Texaner eines können, dann ist es vermutlich Tacos zubereiten – so gute Tacos hatte ich wirklich noch nie. Danach ging es dann entlang einiger Touristen- und Antikläden zurück zum Apartment. Erneut wurde der Hund ausgeführt und diesen Abend war mein Host früher zu Hause. Kellan hat sich dann als ziemlich guter Koch herausgestellt und ein super leckeres Dinner zubereitet. Danach haben wir uns noch Eis gekauft und dann den nächsten Horrorfilm angeschmissen – der dann auch gar nicht mal so schlimm war 😀

Neuer Tag, neue Vorhaben. Freitag ging es mit dem Bus zum Lake Austin um dort an einem Cafe am Ufer etwas zu trinken, einen kleinen Spaziergang einzulegen und dann zum Barton Springs Pool (im Zilker Park) zu fahren. Lake Austin ist wirklich schön und definitiv einen Besuch wert wenn man in der Stadt ist.
Barton Springs Pool war dann wirklich eine Urlaubssache. Es handelt sich dabei um eine Gabelung des Flusses, die als Schwimmbereich genutzt wird. Dort habe ich mich also für ein paar Stunden in die Sonne (und das Wasser) gehauen bevor es zum Apartment ging um mich frisch zu machen. Kellan hatte mich eingeladen, abends mit ihm und zwei seiner Freunden den Gig eines weiteren Freundes in einer Bar zu sehen. Ich bin sogar in die Bar reingekommen – „show open for all ages“ und so 😀 Davor waren wir noch Dinner essen und ich habe die beste Tofu Wurst meines Lebens gegessen.
Nach dem Gig sind wir dann noch zu dem Haus von Kellans Freunden und sind dort bis knapp 1am geblieben.

Samstag war dann schon mein letzter kompletter Tag in Austin. Kellan hatte geplant mit mir zum Hamilton Pool zu fahren. Zunächst sind wir also zu einem Coffee Shop zum Frühstücken eingekehrt (Mama, ich führe jetzt zu hause Breakfast Tacos ein 😀 ). Danach ging es dann los, etwa 40 Minuten zum Reservat. Die Zeit wurde genutzt um Musikgeschmäcker auszutauschen und meinen Host mit den Backstreet boys und Britney Spears auf den Geist zu gehen 😀 Alles um dann herauszufinden, dass bereits zu viele Leute am Hamilton Pool waren und wir nicht mehr reingelassen wurden. Das war allerdings kein Problem, weil mein persönlicher Tourist Guide einen Ersatzplan hatte. Somit sind wir dann zu den McKinney Falls gefahren. Schwimmsachen hatten wir leider nicht dabei, aber durchs Wasser laufen konnte man trotzdem gut. Was scheinbar nicht meine Stärke ist 😀 Nachdem ich Kellan, der einfach nur am Rand saß, meine Wertsachen überlassen hatte (denn, falls ich falle sollen die ja nicht dran kaputt gehen), bin ich gleich bei meinem ersten Schritt ins Wasser auf dem Rücken gelandet und war nass von oben bis unten. Gelächter ist da natürlich nicht ausgeblieben 😀 Wir sind dann insgesamt vielleicht knapp anderthalb Stunden dort geblieben, bevor wir uns auf den Rückweg gemacht haben. Mein Host hat dann noch ein wenig gearbeitet und ich habe einfach etwas abgehangen. Abends gab es dann Pizza und wieder Filme. Footloose als Klassiker und einen weiteren Horrorfilm. Dieser hat mich dann allerdings so zugerichtet, dass man mir den Hund für die Nacht auf dem Sofa gelassen hat. Geschlafen habe ich dann insgesamt 2 Stunden, eingekuschelt mit June. Kellan, der nun bereits sowieso schon ein genialer Gastgeber war, hat das ganze dann noch getoppt als er um 4.30am aufgestanden ist um mich zurück zum Flughafen zu bringen.

Meine Rückreise verlief dann wieder problemlos und ich habe den Tag mit Anna und Sofie, zurück zu Hause ausklingen lassen.

Insgesamt kann ich sagen, dass die Tage in Austin wohl mit die schönste Zeit in den Staaten war. Nicht nur war die Stadt wunderschön, aber auch die Leute dort sind wahnsinnig freundlich und liebenswürdig. In 20 Jahren kann man mich dann vielleicht dort finden :DA

Alltag im Endspurt

Ein Artikel über meinen Alltag wäre eigentlich schon längst wieder fällig gewesen – ich weiß 😀

303 Tage bin ich also jetzt in den USA. Abgesehen davon, dass das eine ziemlich lange Zeit ist, ist es auch der Endspurt. In genau drei Monaten bin ich zurück in Deutschland.

Was hat sich also alles im Alltag getan? Eine ganze Menge. Die Arbeit ist prinzipiell die selbe geblieben – mein Plan ändert sich nie großartig. Allerdings sind die Kinder mittlerweile super anhänglich, was es mit Sicherheit sehr schwer machen wird die Familie zu verlassen. Der Frühling hier drüben hat dazu angefangen und das macht es gleich viel angenehmer. Wenn die Kleinen also mal keine ihrer unzähligen Aktivitäten nach der Schule haben, hängen wir einfach im Park ab…oder wahlweise auch im Garten 😀

Am Wochenende hat meine Familie mich mit in den Zoo genommen. Die Tante meines Gastvaters arbeitet dort und hat uns mit in die Brutstätte der Vögel genommen. Es war der erste Zoo besuch mit meiner Gastfamilie und es war wirklich cool. Die Kinder haben sich gefreut, dass ich mitgekommen bin und sind sogar (und das kommt wirklich nicht all zu oft vor) Hand in Hand mit mir gelaufen. Als wir nachmittags zurück kamen bin ich dann zum einkaufen gefahren um meinen „Deutschen Abend“ vorzubereiten. Ich hatte mir vorgenommen für die Familie zu kochen: Rotkohl mit Kartoffeln und Bratwurst. Das Ergebnis war in etwa wie erwartet – die Kinder mochten die Kartoffeln und die Wurst, waren aber keine großen Fans vom Kohl. Meine Gasteltern hingegen mochten alles 😀

Jetzt, wo sich die Zeit hier dem Ende neigt, muss ich sagen, dass mir immer mehr auffällt welche Dinge ich vermissen werde. Klar sind die Kleinen manchmal noch anstrengend – aber mittlerweile überwiegen doch die guten Momente ganz klar.

Wer wird quietschig und laut Ed Sheeran im Auto singen wenn ich fahre?
Wer erklärt mir jeden Tag wie man Sandwiches schmiert?
Wer veranstaltet Boxkämpfe mit mir, die darin enden, dass zwei Zwerge auf meinem Rücken sitzen?
Wer guckt mich schräg an und sagt in gebrochenem Deutsch „Ich liebe dich“?
Wer ruft mir jeden morgen wenn ich noch nicht zu sehen bin schon zu „Good moooooooorning Chiaaaraaaaaaaa“?
Und vor allem: Wer nennt mich wenn ich zurück bin „KIPI“?

All diese Dinge gehören für mich jetzt einfach zum alltäglichen Leben dazu und ich kann mir noch gar nicht vorstellen wie es wird, wenn das auf einmal weg ist. Und auch die Kinder merken, dass es dem Ende zugeht. Zwischendurch wird dann doch mal ein etwas trauriger Blick an mich gerichtet und gesagt „Bald bist du gar nicht mehr da.“. Dieses Bald kam wirklich einfach schnell. Kaum hat man sich versehen und 10 Monate sind vergangen. So vieles was ich bis hier her erlebt habe und so vieles was jetzt noch kommt.

Morgen geht es im Rahmen meiner Travel Class nach Kanada. Da wird es natürlich auch noch mal einen Bericht drüber geben. Und nächste Woche werde ich noch den Artikel von meiner Zeit in Texas fertigstellen und nachreichen 😀

Bis dahin 🙂

Endlich wieder reisen

Okay dieser Artikel sollte eigentlich schon längst fertig und hochgeladen sein. Aber wie es so ist – erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Irgendwie habe ich dann nämlich doch nie die Zeit gefunden das ganze niederzuschreiben und Bilder auszusuchen und und und…aber jetzt, an einem schönen Sonntagabend, nach dem College und mit Ed Sheeran auf den Ohren klappt es dann endlich.

Im März ging es endlich wieder reisen! Vom 9.3. – 17.3. war ich unterwegs. Erster Stop Nashville, Tennessee und zweiter Stop Chicago, Illinois.

Donnerstags morgens ging es los. Meine Gastmutter hatte mir eine Mitfahrgelegenheit mit Joe angeboten, der sie und die Kinder zu deren Flughafen gebracht hatte. Das habe ich natürlich nicht abgelehnt, zumal sie und mein Gastvater angeboten hatten diese Fahrt für mich zu bezahlen. Um 5 Uhr morgens sind wir also losgefahren, haben meine Hostfamily am Flughafen in New Jersey abgesetzt und danach hat Joe mich zum LaGuardia in New York gefahren. Mein Flug von dort ging um 8.30am.
Der Verkehr war gerade heraus gesagt scheiße und so kam es, dass ich auf den Punkt genau pünktlich zum boarding erst am Flughafen war. Aber besser knapp als gar nicht, nicht?
Mein Urlaub war also gestartet. Den Flug habe ich hauptsächlich mit schlafen, Musik hören und aus dem Fenster starren verbracht. Nach knapp 2 1/2 Stunden landete das Flugzeug dann endlich in Nashville – der Hauptstadt der Country Musik, ergo genau mein Ding 😀

Vom Flughafen aus habe ich mir ein Uber gerufen, welches mich dann zu meinem ersten Host, Ryan, gefahren hat. Das war ebenfalls meine erste Erfahrung mit Couchsurfing und ich bin wirklich froh mich dafür entschieden zu haben. Ryan wohnt in einer recht kleinen aber gemütlichen Dachgeschosswohnung. Als ich ankam war er arbeiten. Ich habe also die Zeit genutzt um mich kurz umzuschauen und danach direkt nach Downtown zu gehen. Vom Apartment brauchte man nur eine knappe halbe Stunde zu Fuß und das gute Wetter hatte sowieso zum laufen eingeladen. Es ist natürlich total anders als New York – aber auf eine schöne Art und Weise.

Meine ersten Ziele waren das Tennessee State Capitol und das War Memorial.

 

Von dort aus bin ich zunächst etwas durch die Stadt gelaufen um dann ins Ryman Auditorium zu gehen. Ich werde jetzt nicht aufzählen was ich dort alles gelernt habe

DSC_1439weil ich mir ziemlich sicher bin, dass das nicht alle unbedingt hören wollen 😀 Was ich sagen kann ist, dass es wirklich sehr interessant ist. Vor allem gilt das für diejenigen unter euch, die sich ebenfalls für Country Musik begeistern können.

 

 

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Danach ging es dann recht hungrig auf den Nashville Broadway und ich wurde nicht enttäuscht. Aus jeder Bar und jedem Restaurant konnte man Live Musik bis auf die Straße hören. Ich hatte also quasi freie Wahl und bin letzten Endes in ein kleines Lokal eingekehrt um dort „German Pretzels“ zu essen.

Zufrieden und gesättigt habe ich mich darauf hin auf den Weg zurück gemacht. Im Apartment habe ich dann auch Ryan kennengelernt, der sich als sehr gelassener und netter Zeitgenosse herausgestellt hat. Falls jemandem das Prinzip des Couchsurfend nicht bekannt sein sollte, hier eine kurze Erklärung: man meldet sich online an, füllt ein Profil aus und kann dann bei anderen Couchsurfern in der Community Anfragen stellen um dort zu schlafen. Kostenlos. Ja, ist echt so (fragen immer alle). In meinem Fall bedeutete das, dass ich bei Ryan, einem 26jährigen gebürtigen Nashville habitant, unterkommen konnte. Allerdings nur für die ersten zwei Nächte.

An besagtem Donnerstag Abend war mein Host mit seinen Brüdern verabredet, was mir Zeit ließ einfach im Apartment abzuhängen. Er kam allerdings recht früh zurück und, nachdem er herausgefunden hatte dass ich einige „Filmklassiker“ noch nicht gesehen hatte, Netflix geöffnet und „Good Will Hunting“ für mich angeschmissen. Währenddessen haben wir uns immer mal wieder unterhalten und doch recht viel über den anderen erfahren.
Ryan musste am nächsten Tag natürlich Arbeiten. Ich hab den Morgen hingegen ruhig angehen lassen. Mein Tagesplan stand und ließ genügend Zeit um in Ruhe zu frühstücken und mit der Familie zu Hause zu telefonieren. Danach habe ich dann, freundlich wie man ja ist wenn man umsonst irgendwo wohnen kann, ein wenig aufgeräumt und sogar die Küche geputzt bevor es dann wieder nach Downtown ging. Im Vergleich zum Vortag war es etwas kühler geworden, was aber kein großes Problem war.
Geplant waren der Besuch in der Country Hall of Fame und dem dazugehörigen berühmten Tonstudio.
Natürlich könnte ich auch hier wieder einiges niederschreiben  – aber da lasse ich doch lieber Bilder sprechen.

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Nachdem dann auch diese Punkte, inklusive einem kleinen Walk of Fame, erledigt waren bin ich erneut ein wenig durch die Stadt gelaufen. Auf dem Weg zurück zum Apartment habe ich dann an einer Pizzeria halt gemacht, die Ryan mir empfohlen hatte. Zurück bei meinem Host habe ich dann erstmal ein wenig entspannt bevor wir entschieden haben einen weiteren Klassiker zu schauen – der Abend wurde also damit verbracht „Braveheart“ zu schauen.
(Für alle die sich immer beschwert haben, dass ich diesen Film noch nie gesehen habe: Ich fand ihn gut, ja. Aber der schottische Akzent hat es manchmal schwer gemacht nicht zu lachen 😀 )

Am nächsten Tag war dann Land unter. Es war leicht am schneien und kalt. Ich war als erstes wach und habe also erstmal Kaffe gekocht. Den haben wir noch schnell zusammen getrunken, bevor Ryan los musste und wir uns verabschiedet haben.
Gegen 11am habe ich mir dann ein Uber bestellt, welches mich zu meinem AirBnb etwas weiter außerhalb gefahren hat. Nächster Stop war also das haus von Sam und Samantha (ja, die beiden hießen wirklich so). Dort wurde ich von den Beiden und ihren Hunden begrüßt. Nach ein wenig Reden und Hunde knuddeln habe ich mich dann auf mein Zimmer begeben und den Rest des Tages einfach genutzt um mich auszuruhen. Erst gegen späten Nachmittag bin ich raus um etwas Essbares ausfindig zu machen und einen kleinen Spaziergang einzulegen. DSC_0026
Und dann kam auch schon mein letzter Tag in Nashville. Meine (wirklich ausgesprochen coole) Uber-Fahrerin hatte mich zur Pancake Pantry gebracht, einem recht berühmten Breakfast place. Die Leute die ebendiesen empfohlen hatten, haben nicht zu viel versprochen. Die Pancakes waren genial. Danach ging es dann zu Fuß erneut Richtung Downtown. Allerdings habe ich einen kleinen Umweg durch „The Gulch“ eingelegt, dem etwas hipster-angehauchten Viertel Nashvilles. In der Stadt gab es dann nicht mehr all zu viel Neues zu sehen. Also bin ich noch einmal auf den Broadway und habe mich in ein Restaurant gesetzt um die Musik zu genießen, bis es dann zurück ging.

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Am nächsten Morgen ging es dann zum Flughafen um von dort aus das nächste Ziel zu erreichen: Chicago, Illinois. Der Flug verging ohne Ereignisse und mit viel Schlaf und in Chicago wurde ich dann von Schnee und Minusgraden begrüßt. Mit dem nächsten Uber ging es dann zu meinem Host Rob, bei dem ich die nächsten vier Nächte untergekommen bin. Etwas besseres hätte mir nicht passieren können. Rob war Musiker und ein sehr guter noch dazu. Nachdem ich mich also um ein paar Einkäufe und ein Dinner gekümmert habe, gab es eine Jamsession. Und es wurde noch besser: gegen 10.30pm kam ein weiterer Gast bei Rob an – Lena, ein AuPair aus Deutschland! Perfekt. Damit war dann auch klar, Chicago musste nicht allein erkundigt werden.

Nach der üblichen Morgenroutine ging es dann für uns nach Downtown Chicago. Der Schnee war über nacht schlimmer geworden und es war weiterhin eiskalt. Aber das hat uns nicht davon abgehalten möglichst schnell die berühmte Chicago Bean zu finden. Auch wenn das bedeutet hat, dass wir es geschafft haben einen riesigen Umweg zu laufen bis wir mit nassen Füßen dann endlich doch davor standen.
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Danach ging es dann Lunch essen bei Panera Bread bevor wir uns für diesen Tag schon auf den Rückweg gemacht haben. Da fing das Abenteuer jedoch erst an. Ganz selbstbewusst sind wir also in die Bahn gestiegen, deren Endstation (so dachten wir) unser gewünschtes Ziel ist. Falsch gedacht. Ja, der Straßenname war der selbe – allerdings kamen wir am falschen Ende der Straße an, was in diesem Fall folgendes bedeutete (jedenfalls laut Google, das haben wir nämlich gefragt): Wir saßen ohne Orientierung in einem der gefährlichsten Viertel Chicagos. Ich glaube so schnell habe ich in meinem Leben noch nie versucht ein Uber zu erreichen. Fünf Minuten später saßen wir also in einem warmen Auto auf dem Weg zu Rob’s Apartment. Dort haben wir dann zum Dinner die berühmte Deep Dish Pizza verspeist und den Abend mit Wein und einer Jamsession ausklingen lassen.
Rob musste am nächsten Tag auf eine Dienstreise und musste sich deshalb leider bereits von uns verabschieden. Glücklicherweise konnten wir aber in seinem Apartment bleiben.

Nach einem Frühstück ging es dann für uns wieder nach Downtown und auf das Skydeck des Willis Towers.

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Die Bilder sagen in diesem Fall glaube ich bereits alles. Danach ging es für uns weiter zum Navy Pier, welches einfach wirklich wunderschön war. Trotz der Eiseskälte haben wir einige Zeit dort verbracht.

Als auch diese Station abgehakt war, habe ich mir spontan die Haare schneiden lassen und danach sind Lena und ich zurück zum Apartment gefahren um uns etwas zu kochen und ein Glas Wein zusammen zu trinken. Es war echt schön Gesellschaft zu haben und mal wieder einen so gemütlich Abend zu verbringen.
Am nächsten Tag stand dann noch eine letzte Station auf dem Plan. Der Chicago Zoo, der einfach mal kostenlos ist 😀
Dafür ist es aber ein wirklich sehr schöner Zoo, den ich jederzeit wieder besuchen würde.

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So ging dann auch die Zeit in Chicago schnell vorbei und ehe ich mich versehen konnte, saß ich erneut am Flughafen um zurück nach New York zu gelangen.

 

Der nächste Artikel lässt hoffentlich nicht so lange auf sich warten wie dieser 😀

Die Zeit vergeht

Oh man. So schnell geht die Zeit vorbei und ich habe einfach mal nichts mehr hier geschrieben. Tut mir leid 😀

Etwas wirklich spannendes ist aber auch nicht groß passiert. Das Außergewöhnlichste war noch, dass meine Gastmutter einen gebrochenen Fuß hatte und für ein paar Wochen nicht arbeiten war. Das bedeutete für mich, dass ich nie wirklich allein war – sie war immer im Haus und ich somit so oft wie möglich außer Haus. So wohl ich mich hier fühle…eine Frau mit gebrochenem Fuß, die nichts machen kann, wird auf Dauer SEHR anstrengend. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut als das ganze Drama darum vorüber war und der normale Alltag zurück gekehrt ist.

Von dem gibt es nicht so sehr viel zu erzählen. Ich habe viel mit Freunden gemacht, bin der „Arbeit“ nachgegangen und habe so gut es ging versucht immer das Beste aus der Zeit zu machen.

Eine neue und aufregende Sache gibt es dann allerdings doch:
Meine Gastfamilie hat ihr neues AuPair gefunden! 
Seit Sonntag steht es fest. Ich habe schon mit ihr geredet und sie ist SUPER nett. Ich mache mir da also überhaupt keine Gedanken. Allerdings zeigt mir das auch wie schnell die Zeit vergeht und das stimmt mich schon ein wenig traurig. Ich habe noch knapp vier Monate (fünf mit Reisemonat) übrig, bis es zurück nach Deutschland geht. Es kommt mir vor als wäre ich quasi schon immer hier und auch von meiner Gastfamilie kommt viel Bestätigung dafür, dass sie mit mir und meiner Arbeit doch sehr zufrieden sind. Ich weiß, dass ich alles hier einfach wahnsinnig vermissen werde. Allem voran die Kinder. Auf der anderen Seite freue ich mich auch schon wieder auf Deutschland und alles was dort auf mich wartet.

Was den Blog angeht: Bleibt gespannt – es stehen ein paar Urlaube in März und April an! 🙂

Abenteuer Roadtrip

Jetzt wo ich mich endlich wieder im Alltag eingelebt habe, finde ich endlich die Zeit über unseren Weihnachts-Roadtrip durch 13 Staaten zu schreiben. Und mit großer Sicherheit kann ich sagen, dass es wohl eines der spannendsten Dinge war, die ich je gemacht habe.

Am morgen des 23. Dezember sollte es losgehen. Der Mietwagen stand bei mir vor der Haustür und um 3am bin ich losgefahren um Anna, Jaimey, Sofie und Sofia abzuholen. Abgesprochen war, dass ich Anna als erstes abhole. Zur abgemachten Zeit war diese aber nicht zu erreichen 😀 (Anna wenn du das liest: niemand ist böse 😀 nur damit wir das noch mal sagen). Ich bin also erstmal der Reihe nach die Anderen abeklappert und um 4am standen wir mit versammelter Mannschaft erneut bei Anna vor der Tür und auch sie hatte schon auf uns gewartet.
Es konnte also losgehen. Das bedeutete ebenfalls, dass ich zum ersten mal in einem halben Jahr USA den Highway benutzt habe – denn meine Gastfamilie möchte das einfach nicht…wieso auch immer 😀 Anfangs verlief die Fahrt allerdings einfach nur sehr entspannt. Es war kaum Verkehr auf den Straßen, weshalb wir gegen 7am unseren ersten Stop in unserem dritten Staat einlegen konnten: Pennsylvania. (Zuvor wären da New York und New Jersey zu erwähnen). Bei Dunkin Dontus gab es dann erstmal Kaffee und ja, Donuts eben, um danach Fahrer und Navigator zu wechseln. Mein Plan auf dem Rücksitz zu schlafen ging allerdings nach hinten los. Über den Punkt der Müdigkeit war ich schon wieder drüber hinaus obwohl ich seit 2am wach war. Also wurde die Zeit mit diversen Karaoke-Einlagen und Gesprächen über Gott und die Welt überbrückt, bis wir für unseren Nächsten Stop in Delaware angekommen waren. Dort ging es allerdings nur schnell in einen Walgreens um ein wenig Touri-Kram zu kaufen und dann die Fahrt fortzusetzen. Der Weg führte uns als nächstes durch Maryland, DC und Virginia, wo wir erst einmal für knapp 2 1/2 Stunden im Stau standen. Aber immerhin hatte ich genug Ruhe für mich gefunden um eine Stunde davon endlich schlafend zu verbringen. In Richmond (Virginia) gab es dann den nächsten Stop um Lunch zu essen. Das wurde auch so schnell wie möglich erledigt, da die Leute auf der Straße dort doch etwas suspekt waren. Es ging also weiter und es wurde später und später und gegen 11pm wurde ich dann gefragt ob ich noch mal eine Fahrschicht übernehmen könne. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich trotz des wenigen Schlafs recht fit und habe mich, mit Anna als Navigator, auf den Fahrersitz geschmissen. Was soll ich sagen? Die lustigste Fahrt meines Lebens. Es war spät und vor uns lagen knapp 400 Meilen auf dem selben Highway. Da die Rücksitztfraktion am schlafen war, konnten wir Deutsche Musik auflegen und haben uns herrlich amüsiert. Für eine gewissen Zeit haben wir dann auf etwas beinah noch besseres gehört: auf meinem iPod haben sich TKKG Hörspiele befunden. Ja, wir sind 19. Aaaaaaber – zu TKKG sagt man nicht nein 😀 So wurden dann North Carolina und South Carolina durchquert bis wir endlich in Georgia angekommen waren. Bis Atlanta, unserem Ziel, war es dann glücklicherweise nicht mehr all zu weit. Um ziemlich genau 3.30am kamen wir am Hilton, unserem Hotel für die Nacht, an. Schnell eingecheckt und die Sachen aufs Zimmer gebracht, bevor wir dann um 4am endlich müde ins Bett fallen konnten.

Am nächsten Morgen um 8am klingelte dann bereits der Wecker. Nach kostenlosem Frühstück und Paukerei ging es dann in die Stadt um diese für knapp zwei Stunden zu erkunden. Das wir bereits eine ganze Ecke weiter südlich von New York waren, konnte man an den Temperaturen ziemlich deutlich spüren. Unsere Pullover waren eigentlich viel zu warm und wir hatten sie auch nur an, weil wir uns anlässlich Weihnachten alle einen Ugly-Sweater gekauft hatten. Atlanta selber ist wirklich eine schöne Stadt. Leider hatten wir nicht mehr Zeit, da wir uns weiter auf den Weg nach New Orleans machen mussten.

Den einzigen stop auf diesem Teil der Strecke hatten wir an einem abgelegenen Trucker Diner in Alabama eingelegt. So seltsam der Laden auf den ersten Blick wirkte – das Essen war genial! img_5563img_5564

 

Danach ging es dann weiter durch Mississippi nach Louisiana, wo Sofie das erste mal in ihrem Leben Palmen bestaunt hat – zur Freude aller anderen im Auto. Unser AirBnb in New Orleans war glücklicherweise wie ein kleine Apartment. Während Sofie, Sofia und Jaimey ein paar Kleinigkeiten einkaufen waren, haben Anna und ich unser Christmas Dinner zubereitet: Pasta mit Mais und Soße. Sehr spektakulär.

Am nächsten Tag ging es dann in die Stadt. Und die ist einfach nur genial. New Orleans ist wirklich wunderschön – sogar bei wolkenbehangenem Himmel. Palmen voller Weihnachtslichter und eine tolle Architektur generell. Angefangen haben wir erstmal mit Essen in einer kleinen Bar. Danach haben wir uns die Bourbon Street angeschaut und sind einfach ein wenig durch die Stadt gelaufen. Irgendwann hat es angefangen zu regnen und wir haben uns entschlossen einen Stop bei iHop einzulegen um dort einen Kaffee zu trinken und zu warten bis der Regen aufhört. Als eben das der Fall war ging es weiter, dieses Mal Richtung Fluss und Anna und ich sind danach noch zur Kathedrale gelaufen. Auch die ist einfach nur super schön. Dort haben wir dann auch direkt mal das klischeehafte New Orleans erleben dürfen. Wer von euch irgendwann mal den Disneyfilm „Küss den Frosch“ geschaut hat, der kennt auch den Voodoo Doktor „Dr. Facilier“ (ich hab den Namen jetzt mal ganz gecheated nachgeschaut 😀 ). Jedenfalls rannte ein ziemliches Ebenbild von diesem vor der Kathedrale umher. Nicht weit entfernt konnte man dann auch mindestens zwei Wahrsagerinnen finden und auf dem Weg zum Auto noch mal eine weitere.
Danach ging es dann für ein kleines Dinner wieder zurück ins Apartment bevor Anna und ich uns noch einmal auf den Weg in die Stadt gemacht haben um uns ein paar Dinge mit (Weihnachts)Beleuchtung anzusehen. Anmerkung an dieser Stelle: parken in New Orleans ist das wohl teuerste Abenteuer dort 😀
Danach haben wir die anderen an einer Kneipe abgesetzt bevor wir uns gemütlich einen Film angeschaut haben.

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Der nächste Morgen kam schneller als gedacht und nach einem Kaffee, Nutella-Brot und Packerei ging es dann Richtung Orlando. Auf dem Weg gab es erneut Stops in Mississippi und Alabama – allerdings nichts wirklich erwähnenswertes. Besser war dann schon das Gefühl, den ersten Stop in Florida einzulegen – auch wenn es nur war um einen Kaffee bei McDonald’s zu ergattern.
Und dann – über den Highway straight zum Ziel. Angekommen gegen 1am (also quasi mitten in der Nacht), wurden wir sehr herzlich von Mike, seiner Freundin, seinen drei Hunden und der Katze begrüßt 😀 Trotz der Uhrzeit haben sich alle die Zeit genommen uns -wenn auch nur für die Nacht- gut ankommen zu lassen. Ein paar nette Gespräche neben dem Weihnachtsbaum, gemütlich ein wenig Zeit verbringen bevor es dann gegen 2.30am endlich todmüde ins Bett ging.

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Unsere Unterkunft (bzw die Sicht von der Tür aus)

Nach dem Aufwachen und einer heißen Dusche haben Anna und ich uns auf den Weg gemacht um ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt zu besorgen. In T-Shirt. Und Shorts. Willkommen in Florida…Ende Dezember 😀 Was will man mehr frage ich mich da. Eine schnelle Verabschiedung als wir zurück gekommen waren und weiter ging es Richtung Orlando in die Stadt. An einem kleinen See haben wir ein Tretboot für eine halbe Stunde gemietet und sind gemütlich herumgedümpelt. Danach ging es dann zu Starbucks bevor wir uns auf den Weg nach Miami gemacht haben.

Das ging dann auch ohne große Stops und gegen 7pm waren wir an unserer Unterkunft angekommen. Die war allerdings nicht so schön als das ich da jetzt viele Wörter für verschwende 😀 Die Leute waren nett und die Lage gut – das reicht ja wohl.

Jaimey und Sofia hatten sich dann spontan entschlossen sich Tattoos stechen zu lassen. Also ging es auf zum nächsten Studio und es stellte sich heraus, dass es wohl eines der lustigsten Dinge des Trips werden sollte. Am Studio haben wir noch Steffi und Steffi getroffen (nein, kein Fehler). Die beiden waren zu der Zeit auch in Miami. Nachdem zwei Kunden gegangen waren, waren es nur noch unsere Gruppe, der Tätowierer und ein Freund von ihm. Hat sich dann rausgestellt: die beiden hießen Marc und Randy…glaub ich 😀 Jedenfalls fanden die beiden es sehr amüsant, dass gleich sieben AuPairs im Studio saßen und somit ein wenig Stimmung gebracht haben. Während Jaimey und Sofia ihre Tattoos bekommen haben, saßen wir anderen mit Verpflegung von der Tanke dort und haben einen Film über deutsche Klischees geschaut – sehr zu Belustigung von Anna, Steffi, Steffi und mir 😀 Eigentlich war der Inhalt genau das, was Amis über uns Deutsche denken: Bier, Oktoberfest, Brezeln.
Unser Besuch im Tattoo Studio war dann gegen 1am vorbei und wir haben uns auf den Weg zur Unterkunft gemacht.

Am nächsten Morgen ging es früh raus damit wir uns auf den Weg nach Key West machen konnten. Sofie war mit den beiden Steffis gefahren da unsere Auto-Situation gewissermaßen sehr anstrengend geworden war. Das ist wohl einer der Nachteile wenn man mit fünf Leuten in einem kleinen Auto sitzt. Diskussionen und Reibereien bleiben da nicht aus. Angekommen in Key West war das aber alles erstmal vergessen.
Ich sage euch: das reinste Paradies! Palmen. Strand. Himmelblaues Wasser. Wir haben uns also alle erstmal ins Wasser begeben und waren uns einig, das war wirklich einer der besten und entspannendsten Momente der letzten Monate. Wir haben den ganzen Tag damit verbracht uns zu Sonnen, das Wetter und die Umgebung zu genießen und einfach zu entspannen. Abends ging es dann in die kleine Stadt von Key West in der wir alle zusammen mexikanisch Essen waren.
Die Rückfahrt an diesem Tag sollte zwischen Anna und mir aufgeteilt werden. Jaimey und Sofia waren also direkt eingeschlafen sobald wir im Auto saßen und Anna hat die erste Schicht übernommen. Und sie ist wirklich gefahren bis ihr bald die Augen zugefallen sind. Wir sind dann also an einer Tankstelle rangefahren, ich habe mir schnell einen Kaffee geholt (das Zeug ist schätzungsweise in mein Blut übergegangen) und mich dann hinter das Steuer gesetzt. Die Tatsache, dass der Highway einfach langweilig war hat die Fahrerei nicht gerade einfacher gemacht und nach knapp anderthalb Stunden musste ich die Rücksitzfraktion wecken weil mein Zustand sonst eher weniger straßentauglich gewesen wäre. Anna und ich haben uns also auf den Rücksitz geschmissen und sind eingeschlafen bevor wir uns das leicht genervte Stöhnen der neuen Fahrschicht anhören mussten. Das war dann auch meine letzte Fahrt auf dem Trip – und da bin ich auch sehr froh drum gewesen.

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Am nächsten Morgen bin ich dann auch nicht in unserem Auto gefahren, sondern bin mit Sofie zusammen bei den beiden Steffis eingestiegen – erstes Ziel: iHop zum Frühstück. Danach haben wir (beide Auto-Fraktionen) uns dann auf den Weg zu den Everglades gemacht. Dort angekommen ging es schnell daran Tickets zu kaufen und dann konnten wir auch schon aufs Boot. Das war wohl eine der coolsten Erfahrungen auf dem Trip. Das Airboat hat ziemlich Speed drauf und das hat unser Guide auch ausgenutzt. Wir hatten auch Glück an diesem Tag und haben ein paar Alligatoren sehen können. Nach der Tour, die etwa eine halbe Stunde gedauert hat, ging es dann zur Wild Life Show. Auch diese war ziemlich eindrucksvoll und bestand nicht wie in einigen Zoos aus Tieren die antrainierte Kunststückchen gezeigt haben, sondern aus einem ziemlich ulkigen Steve Irwin Abklatsch der besser als jeglicher Bio Lehrer gefühlt alles zu Alligatoren erklärt hat.
Und dann stand auch schon der Abschied von Steffi und Steffi an – da Die beiden das hier vielleicht lesen und die schwedische Steffi ja auch nunmal halb deutsch ist: War schön euch dabei gehabt zu haben für zwei Tage 🙂

Wir anderen haben uns dann nach South Miami Beach aufgemacht um noch ein wenig zu entspannen. Nachdem wir bis zum Sonnenuntergang am Strand lagen ging es zum letzten Dinner des Trips in ein etwas feineres italienisches Restaurant direkt am Strand. Danach sind wir dann aus einer Laune heraus in den nächsten Touri-Shop und haben uns einen Volleyball gekauft.
Long story short: der Abend endete mit knapp 2 Stunden Volleyball und aus uns fünf Mädchen wurden am Ende fünf Mädchen und vier Jungs. Falls also auch die zwei Heimatsgenossen das hier lesen sollten – war gut 😀

Der nächste Tag war dann wirklich kurz. Letzte Erledigungen und auf einmal war es schon Zeit Sofie, Sofia und Anna am Airport in Fort Lauderdale abzusetzen. Jaimey und ich sind vom MIA geflogen, wo wir auch das Auto abgeben mussten. Gesagt getan. Viel schneller als uns lieb war, saßen Jaimey und ich am Flughafen und haben auf unser Boarding gewartet. Auch das ging ohne weiteres über die Bühne und um 9 Uhr war unser Flug mit etwas Verspätung endlich gestartet.

Zeit (auch für diesen Eintrag hier) also mal das wichtigste Revue passieren zu lassen.

Unsere 13 Staaten:
New York  /  New Jersey  /  Pennsylvania  /  Delaware  /  Maryland  /  DC  /  Virginia  /  North Carolina  /  South Carolina  /  Alabama  /  Mississippi  /  Louisiana  /  Florida

Dinge die ich feststellen konnte:
Es war super mit einer Gruppe zu reisen – trotzdem weiß ich die Vorteile des Reisens alleine doch mehr zu schätzen.

Ereignisreiche Tage

Die letzten anderthalb Wochen waren wohl mit die ereignisreichsten die ich hier drüben bisher hatte.
Angefangen hatte alles am Dienstag der vergangenen Woche. Ich war abends mit den Kindern allein und eigentlich war alles perfekt. Bis der Kleine sich dann auf einmal entschlossen hat den Spieß umzudrehen. Hausaufgaben, die normal in zehn Minuten abgehakt werden haben dann also auch mal eben eine Dreiviertelstunde gedauert. Natürlich konnte man das auch nicht ohne genervtes schreien erledigen. Die kleine hat währenddessen Videos auf meinem Handy geschaut und war immerhin abgelenkt. Ich hatte mich also auf einen anstrengenden Restabend vorbereitet. Aber was war? Der Abend war genial! Nach dem Dinner hatten beide Kids super Laune. Wir haben angefangen Wörter und Sätze auf deutsch zu übersetzen und gegen sieben sind wir nach oben gegangen um Bücher zu lesen. Premiere des Tages: Beide Kinder wollten das selbe Buch lesen – also konnten wir es uns im gleichen Bett gemütlich machen und recht schnell hatte ich zwei Kinderköpfe auf den Schultern. Als mein Hostdad nach Hause kam konnte ich sogar erstmal noch weiter lesen. Das ist sonst nie der Fall. Als ich dann aber doch gute Nacht gewünscht habe, schaut die Kleine mich an und sagt in recht gutem Deutsch „Ich liebe dich“. Danach war die Laune natürlich super.

Der nächste Tag hatte dann aber allerdings eine Überraschung parat: Ab mittags haben mich Magenschmerzen vom Feinsten geplagt. Glücklicherweise war meine Hostmum zu Hause und hatte angeboten, die Kinder abzuholen und mir den Rest des Tages frei zu geben. Ich habe also erstmal ein paar Stunden geschlafen. Als ich dachte es wird besser wurde ich dann ziemlich schnell eines besseren belehrt. Obwohl ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte, musste ich mich dann am Abend Übergeben und dachte langsam es wäre was falsch. Es ging also um sieben Uhr schon ins Bett.
Der ganze Schlaf tat dann auch wirklich gut und am nächsten Tag konnte ich ganz normal arbeiten.

Damit fing der Schlamassel dann an. Um 5pm hatte mein Junge Soccer Training. Allerdings hatten wir den Parkplatz verpasst und ich musste drehen. Blöderweise hatte ich ein „links abbiegen verboten“-Schild übersehen. Hatte natürlich auch Glück und direkt die Polizei hinter mir. Der Officer war allerdings überraschend nett. Könnte ja mal passieren, dann auch noch im Dunkeln und unter Stress. Alles kein Problem. Kurz im Auto warten und dann weiter fahren. Der Kleine und ich hatten uns also schon beruhigt. Da kam der gute Mann zurück und war auf einmal alles andere als freundlich. „Miss, that international drivers license is illegal. You are not allowed to drive in the state of New York.“
Das saß. Seltsamerweise hat er mich dann allerdings fahren lassen. Ich war nach dem ganzen allerdings ziemlich am Ende und habe natürlich direkt meine Hostparents angerufen. Die hätten besser nicht reagieren können: „That police officer talks bullshit. The license is legal – it is said in our state law.“ Klar war ich erstmal trotzdem noch nervös, aber im Endeffekt war ich doch beruhigt.

Morgen geht es endlich auf unseren Roadtrip. Ich melde mich also danach wieder!